Archive for the ‘burn notice’ Category.

Habe seit einiger Zeit die Theorie, dass Büsche runtergerutschte Bäume sind.

Vielleicht hat ja jemand mal so etwas beobachtet?

busch

… und lesen dann im Fernsehen Kommentare aus dem Internet vor!

„Feesbook“ – you know?!

Isso.

 

Extrabelästigung

Der Flyer in der Fußgängerzone, die hinterlegten Programme auf dem neuen Computer und die kostenlose App, der Luftballon am Parteistand, Punkte an der Kasse, all die aus der Zeitung fallenden Prospekte, sämtliche Kalender und Kugelschreiber – es sind Dinge, die niemand braucht, niemand will, über die sich niemand freut. Denn längst ist das jeweilige Versprechen als lügnerisch durchschaut, der verkappte Sinn bekannt, der Nutzen immer ausgeblieben. Wir Leben in einer Welt, in der man ungefragt meist das bekommt, was einen sowieso schon bedrängt und in weitere Bedrängnis bringen will. Ob Werbung funktioniert sei dahingestellt, aber ein Mitteilungsbedürfnis, welches seine Absichten mehr oder weniger verdecken will, ist immer infam, man kann es nur ablehnen, es belästigt.

Dieser belästigende Charakter ist auch das augenfälligste Zeichen des „Extrablatt für die Wahl zum Abgeordnetenhaus“, welches kostenlos, ungefragt und wahllos in zahlreiche Briefkästen der Stadt gesteckt wurde. So auch in meinen. Dass es sich bei dieser Zeitung um keine solche handelt, allein dieser Umstand ruft nur Abscheu hervor. Die erste Frage, die sich stellt: Wer will mich hier schon wieder verarschen? Es ist der unglückliche „Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“. Der faschistoide Inhalt der Schrift ist weder interessant noch unbekannt und bekanntermaßen frei erfunden. Dass ein „Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit“ über zehn schmutzige Seiten den Mangel an Rechtsstaatlichkeit beklagt, also vermisst was er erhalten will und somit nicht erfüllen kann, wofür er gegründet, wenn denn stimmte was er postuliert, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Allein der Auftritt des Blattes und das halbwegs klandestine Impressum karikieren Wut und Pathos der Artikel. Die Verfasser bemerken die damit ausgedrückte Geringschätzung ihrer Adressaten nicht. Und wenn auch bestimmt so einige Adressaten diese Geringschätzung ebenfalls nicht bemerken – dass man es mit einer Belästigung zu tun hat, ist so deutlich wie die Sprache der hier klierenden Populisten. Es ist letztlich egal, wer das geschrieben hat und wer es finanziert. Das sind Menschen, die niemand braucht, niemand will, über die sich niemand freut. Es ist auch egal, was da alles in dem Extrablatt steht, es ist lächerlich. Man muss sich aber zu der Belästigung verhalten, nicht zum Inhalt. Diese ist wirklich unangenehm. Ich wollte nicht durch ein Flugblatt in meinem Briefkasten daran erinnert werden, dass diese Zeitgenossen ihre primitiven Ressentiments zur Wahrheit erheben wollen. Ich wollte an diese Zeitgenossen gar nicht erinnert werden.

hello

 

rinaja&roke prod.

noborder

Terror >2000

Jutta Ditfurths Kritik am Münchner Polizeieinsatz (und den Reaktionen darauf) basiert auf einer Einschätzung von Staat, Polizei und Freiheit, die heutzutage scheinbar recht anachronostisch ist. Die empörten Kritiker ihrer Kritik können ihre Argumente nicht im Entferntesten nachvollziehen. Denn sie haben so vieles vergessen oder nie gewusst oder nicht wissen wollen? Sie wollen hinnehmen und ausblenden, weil ihnen gesagt wurde, es wäre doch nur zu ihrem besten. Zusammenhänge? Roboter mit Senf.

Aber selbstverständlich war die quasi-militärische Reaktion des Staates auf einen einzelnen Amokläufer nicht verhältnismäßig. Über 2000 – zweitausend – 2K – Polizisten. In der Konsequenz egal, aber vielleicht interessant wäre schon, was der Polizist sich eigentlich dabei denkt. Etwa: Was mach ich hier eigentlich? Oder: So.

So, wie die Journalisten, die etliche Stunden das gleiche Nichts berichteten und die eigene Einsicht in die Schwachsinnigkeit der Veranstaltung zunehmend schlechter verbergen konnten. Denn absurd war die Flankierung durch die Medien – über Stunden wurde im Fernsehen übertragen, dass man nichts wisse und nur spekulieren könne. (Später beichtet auf Vice ein Journalist seine eigene Beklemmung in der Sache, anstatt sich stillschweigend zu überlegen, ob er sich eventuell den falschen Beruf ausgesucht hat.) Und naiv ist der Glaube, es wäre doch nur um die Verhinderung möglicher weiterer Opfer gegangen. Natürlich geht es immer darum. Und gleichzeitig geht es doch in stärkerem Maß um einen Wahn, eine Entmündigung, eine Struktur der Verunsicherung, eine autoritäre Geste der Einschüchterung. Um noch viel mehr. Auch (zum Beispiel) um die virulente Abnahme der Opfer von Terror in Europa seit den 70er Jahren und der eklatanten Zunahme an Panik (und -mache). Um Frankreichs Ausnahmezustand. Oder um 500 Polizisten, die ein Haus stürmen, weil Stunden vorher ein mutmaßlicher Schläger dort angeblich drin verschwunden ist. Das sind Ermöglichungen und Übergriffe auf Verhältnismäßigkeiten auf der einen Seite und deren Akzeptanz auf der anderen. Sich denen anzuvertrauen, die behaupten den Hut auf zu haben, selbst, wenn es offensichtlich eine Mütze ist, bedeutet: Statt sich der, die Vernunft zu unterwerfen. Mit dem Amoklauf, mit den Opfern, mit Bemühung um Sicherheit hat das weniger zu tun als mit der Einführung von Lebensmittelampeln.

Irrtümer, die die Welt bedeuten III

Gibt es in der Drogerie: In Plastik verschweißte Kerzenwachsplättchen. Zwanzig Stück in jeder Packung. Man erwärmt sie und kann damit dann Sachen ankleben. Etwa eine Kerze. Könnte man. Wäre das denn im Sortiment, wenn es niemand kaufen würde?

Ich werde ein Licht für euch anzünden. Vielleicht hilft es ja. Wer weiß.

zaun

beißt wind finde ich mich kalt scheiße lasse mich leiten leite mich von vorgegebenen mustern konzerten der allgemeinheit sinfoniepool bin ich eine wendeltreppe mit kaltem geländer nicht schnell genug abschalten ich bin noch dabei gleich bin ich weg augen zu rauscht fassungslos flau welt oder nur welle mir egal stürzt in mich durchs fenster ich bin dagegen wie ungelenke spinnenbeine und ungelenk dabei noch gelobt worden gerade habe mich gefreut und heute erst wieder macker raus hängenlassen dream on sozusagen dann gegen scheibe obwohl fenster doch offen erzählt und dabei geblüht und der hörer glühte vor lügen lasse mich jetzt später bleich anstrahlen und kümmer mich nicht um um um haha und um wird bei mir zur gehässigkeit an der meiner legitimationsillegalität nicht lang sondern weit unten nicht normativ vielleicht schleicht sich von hinten an gesicht trägt es dabei keine ahnung keine verbindung keine erklärung zufälliges erinnern im pauschalen modus klinisch damit nichts zu tun und kann es mir nicht verkneifen bin nicht schnell genug auch und hin wieder dabei wenn ich stocke und ein gähnen kann mich rausreißen aber die die bummeln gehen oder shoppen so oft was meinen mitten aufs paradekissen habe ich jene tür ein diesen weg zu geschlagen oder wars die umständlichkeit der umstände (frage)

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