Archive for April 2013

Verhalten sie sich nachts ruhig!

Es gibt umwerfende Kinderliteratur, wie zum Beispiel „Die drei Räuber“ von Tomi Ungerer, ein Buch, welches auch noch grandios von Hayo Freitag auf Film gebracht wurde. Es gibt auch „Conni backt Pizza“, „Conni lernt Fahrrad fahren“ oder „Conni macht ihre Steuererklärung“ und solches Zeug. Die Spanne ist weit.

Bei Literatur über Kinder sieht es erstaunlicher Weise ganz anders aus, diese Spanne ist eng, die Literatur grundsätzlich engstirnig, die gesamte Sparte ausschließlich von hochgradigem Schwachsinn gekennzeichnet.  Es ist doch ein Schlüssel für die Verfassung der Gesellschaft, die man zuweilen mit „faschistoider Verkommenheit“ durchaus trefflich beschreiben kann. Es handelt sich hier um Bücher, in denen Vollidioten Vollidioten erklären, wie sie zukünftiges Vollidiotentum gewährleisten können. Eine antiemanzipatorische, verkappt autoritäre Programmierung, die sich geschickt eingräbt, obwohl so ungeschickt, da scheint es an ein Wunder zu grenzen, dass es Menschen überhaupt noch gibt, wenn die so etwas lesen. Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, sicherlich nicht in den Kinderzimmern dieser Welt, liegt denen eine zugrunde, wie sie in diesen Büchern zu finden ist. Diese schamlosen Ansammlungen von Pseudo-Tipps, die auf ein verklemmtes Korsett von Lebens(wahn-)vorstellungen rückschließen lassen, sind so schlicht und umfassend durchdrungen von hemmungsloser Idiotie.

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headless bourgeoisie

bourgeoisie

Idee: Tim Stapel

marx

Wolfgang Pohrt hatte vor einiger Zeit das Buch „Kapitalismus forever“ (Link auf pdf) geschrieben. Eine bisweilen zweifelhafte, aber durchaus sehr komische Auslassung, an zahlreichen Stellen. Auch wenn man mühelos über seiner Resignation stehen kann, mit wirklich guter Unterhaltung hat man es hier zu tun. Da schrieb er beispielsweise:

Manche sagen, ein gutes Buch wie »Das Kapital« sei für den Leser immer ein Gewinn. Wenn sie statt »Leser«»Verleger« sagen würden, wäre es wenigstens betriebswirtschaftlich richtig. […] Wie kann man Menschen empfehlen, dass sie ihr kurzes Leben, statt es zu genießen, mit dem »Kapital« vertrödeln? […] Klüger ist dabei keiner geworden, eher dümmer, insofern, als die Leute nun glaubten, für eine mitgebrachte Dummheit Bestätigung gefunden zu haben durch eine anerkannte Autorität, eben diesen Marx.

Sieht man von einigen Kurzschlüssen ab, mit denen Pohrt einer Pointe wegen reaktionär wird – ein köstliches Buch.

Vor ungefähr einem Jahr hatte ich auch ein mal etwas über Marx zusammengefasst, in diesen Worten:

Der Karl schrieb mal „Das Kapital“ -
ein Buch mit wirtschaftlichen Thesen.
Man sagt, es sei die reinste Qual,
hat man es durchzulesen.

Dess ungeachtet schrieb er fort,
auf tausend Zettel, Wort an Wort.
Schrieb Briefe, Manifeste, Listen,
an aller Länder Kommunisten.

Ganz nebenbei, an einem Stehtisch,
beschrieb er aller Waren Fetisch,
und war sein Pegel hoch genug,
dann schoss er Hegel vor den Bug.

Bei allem was er konnt' und kann,
die Schacher-Juden mocht er nicht.
Zuweilen ist ein kluger Mann
auch nur ein Arsch mit Bartgesicht.

 

 

dog

surfin dog

theorie und praxis

schwimmen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag abend sehen ja alle Tatort, da geht doch keiner ins Schwimmbad.

 

 

 

 

 

 

Die Königin hat Durchfall.

 

(kam’s im Radio)

Die Lage der Welt

13 - die lage der welt.tif

Pulverfass Berlin

pulverfasss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

handelt sich, wie unschwer zu erkennen, um dieses pulverfass, nicht um jenes.