Im Flur das Regal mit den Büchern. Vollgestopft und durcheinander. Man geht da hundert Mal dran vorbei und nichts passiert. Und dann – eines Tages – ist da wieder der Gedanke: In irgendeinem dieser Bücher hatte ich doch bestimmt noch einen Schein versteckt! Es ist so unwahrscheinlich. Natürlich hab ich den schon längst ausgegeben, verpulvert, verschwendet. Aber wenn ich vielleicht doch mal vergessen haben sollte, dass ich in eins dieser Bücher… ? Und dann guckt man IMMER nur in die drei gleichen Wälzer. Weil die so dick sind. In denen steckt aber kein Schein, man hat schon oft genug nachgeblättert. Man stellt sie zurück und denkt, dass der Schein vielleicht in einem anderen Buch steckt. Oder auch nicht. Mehr Elan is nich. Und dann vergisst man die Angelegenheit ja auch wieder. Dann geht man wieder hundert Mal durch den Flur und nichts passiert. Aber eines Tages: Im Flur das Regal mit den Büchern. Vollgestopft und durcheinander. Ist da vielleicht doch noch irgendwo ein Geldschein versteckt? Eigentlich ist das doch schön, dieser naive Glaube, die Welt hielte noch etwas für einen verborgen. Und sei es nur ein alter Zwanni. Aber da ist kein Schein.

Oder?

2 Comments

  1. leo sagt:

    Okay, bei meinem nächsten Besuch stecke ich einen Fünferle in die Bibel.

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