Worum es geht

Jutta Ditfurth hat im Rotbuch-Verlag die Flugschrift „Worum es geht“ herausgebracht:

„Aber wessen Freiheit meinen sie? Freiheit wovon und wozu? Der Krieg namens Kapitalismus herrscht weltweit. Er ist die Krise unseres Lebens.“

Knapp und fundamental kritisiert Ditfurth den terroristischen Kapitalismus. Wem Sätze wie

Krieg, Ausbeutung, Naturzerstörung, Fremdbestimmung und Demütigung haben die Welt im Griff.

zu radikal oder pathetisch sind, weil das neue iPhone einfach zu geil ist, bitte schön.

„Worum es geht“ ist deshalb so empfehlenswert, weil es sich nicht nur in Kritik erschöpft, sondern diese Kritik anbindet, an das, worum es geht: Um ein freies, selbstbestimmtes, solidarisches Leben. Wer der Meinung ist, uns gehe es doch eigentlich ganz gut, kann da noch mal die Zusammenhänge ergründen und überprüfen. Das beinhaltet auch eine Konsumkritik, bei der man sich möglicherweise ertappt fühlt.

Die Schrift ist frei von Zynismus und Resignation. War es das, was DLR Kultur nicht verkraften konnte? Denn „Worum es geht“ ist von mir aus alles mögliche, aber nun wirklich nicht zornig, wütend und aggressiv. Nun ja, die Bildunterschrift „Jutta Ditfurth befasst sich mal wieder mit Antikapitalismus“ spricht Bände. Da kann selbst der Layouter nicht mehr richtig das Cover skalieren, vielleicht musste er schnell zu Saturn, da gibt es gerade die neuen „Soo! Muss Technik!-Flachbildschirme“.

 

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